Mobilität und Energie

Wie gehen der Kampf gegen den Klimawandel und der Erhalt von Wohlstand und Sozialstaat zusammen? Wir brauchen Strom und Wärme – und dies ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl. Hinsichtlich des kommunalen Klimaschutzes müssen wir unser Augenmerk auf die unterschiedlichen Bereiche des Energieverbrauchs richten, die für uns in Malsch heute die größten Handlungspotentiale bieten.

„Wir erarbeiten Konzepte für die Nahwärmeversorgung!“

Dazu gehört zum einen die Wärmeversorgung. Ich bin froh, dass wir mit neuen Ideen über eine Million Fördergelder aus dem Programm „Klimaschutz mit System“ und „KlimaschutzPlus“ erlangen  und damit  auf der Bühn ein Nahwärmenetz rund um Bürgerhaus, Hans-Thoma-Schule und Villa Federbach erstellen konnten.

Diese Wärme-Insel soll aber auch nicht alleine bleiben! Daher lassen wir über den Kernort Malsch ein von Seiten der KfW-Bank gefördertes Quartierskonzept erstellen, um weitere Möglichkeiten zu erarbeiten. Insbesondere im Bereich von Rathaus, St. Cyriak-Kirche und Johann-Peter-Hebel-Schule sehe ich gute Entwicklungsmöglichkeiten – insbesondere auch für die Kühlung in den immer heißer werdenden Sommermonaten!

„Mobilität ist viel mehr als Verkehr!“

Zum anderen richtet sich mein Augenmerk auf die Mobilität. Mobilität ist systemrelevant. Mobilität ist mehr als Verkehr, da sie Bewegung und Freiheit darstellt. Es geht um Verkehrsknotenpunkte, Parken und Einkaufen, Antriebsformen und Kraftstoffe, Auswirkungen auf die Siedlungsbereiche und uns Menschen und noch vieles mehr. Vor allem die Steigerung der Anzahl von Fahrzeugen führt uns auf den Straßen und im öffentlichen Raum in Malsch an unsere Grenzen.

Das immer wieder geforderte Verkehrskonzept führt zu Einschränkungen bisheriger Verhaltensweisen, die nicht alle gut finden werden. Die Veränderung muss in Form eines neuen Mobilitätskonzeptes zum Bewusstseinswandel von uns allen führen. Zu Fuß, mit dem gemieteten Lastenfahrrad, mit Zug, mit Bus oder dem E-Scooter – und diese auch in Kombination um von A nach B zu gelangen, sind im ländlichen Raum wie Malsch oftmals noch keine gleichwertigen Alternativen.

„Ich werde ein Förderprogramm im Bereich der Photovoltaik auflegen.“

Ein weiterer Mosaikstein ist die Erzeugung von Strom durch Photovoltaik. Wir haben auf der ehemaligen
Deponie Stützel die in der Region größte Photovoltaik-Freiflächenanlage errichtet. Aber neben weiteren Anlagen auf kommunalen Einrichtungen müssen noch mehr private und gewerbliche Dachflächen mit Photovoltaik belegt werden. Wie vor Jahren mit dem kommunalen Solarförderprogramm sollten wir ein eben solches Förderprogramm im Bereich der Photovoltaik auflegen – insbesondere um eine intensivere Beratung und schnellere Planung zu ermöglichen.

„Wir senken unseren CO2-Fußabdruck!“

Die Mobilität ist durch den Elektromotor, grünem Wasserstoff, digitale Vernetzung, autonomem und automatisiertem Fahren sowie dem Mieten und Teilen durch Car-Sharing in einem grundlegenden Umbruch. Was diese Bewegung bremst, ist die fehlende Infrastruktur, die der Markt genauso wenig ohne massive staatliche Förderung erbringen wird wie beim Breitbandausbau mit Glasfaser.

Die Kommunen springen vielfach ein und gestalten, obwohl dies nicht ihre ureigenen Aufgaben sind. Mit dem Klimaschutz- und Elektromobilitätskonzept der Gemeinde Malsch im RegioENERGIE-Verbund mit den umliegenden Gemeinden, gestalten wir Möglichkeiten, wie die drei neuen E-Ladesäulen am Bahnhof, beim alten Waaghäusel und beim Rathaus.