Umwelt und Gesundheit

Die persönlichen Lebenslagen sind in einer sich weiterhin demografisch verändernden Gesellschaft vielfältig. Das Handlungsfeld Gesundheit wird zu einer zentralen Gestaltungsaufgabe. Damit wir als Gemeinde echte Steuerungsmöglichkeiten im Rahmen der kommunalen Gesundheitsförderung haben, muss diese Rolle in Gesundheit und Pflege von staatlicher Seite geklärt und gestärkt werden.

„In Zukunft muss die kommunale Gesundheitsförderung gestärkt werden!“

Wir mussten leider in den letzten Monaten erleben, dass von Seiten des Bundes und des Landes Ansprüche und Maßnahmen formuliert wurden, für die neben dem gesetzlichen Rahmen insbesondere die Infrastrukturen gar nicht vorhanden waren.

Nur durch die Möglichkeiten innerhalb der Gemeinde konnte verhindert werden, dass sich das Ausmaß der Pandemie planlos ins Uferlose entwickelt! Dies erfolgte gemeinsam mit unseren Ärzten, Apotheken, ambulanten Pflegediensten, den Vereinen, dem Deutschen Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr (die hoffentlich noch in diesem Jahr in der Abteilung Malsch ihr 150-jähriges Jubiläum feiern kann!). Hierfür allen ein herzliches Dankeschön.

„Wir reduzieren Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch!“

Gesundes und bezahlbares Wohnen gehört hier ebenso dazu, wie die Umsetzung der Klimaschutzstrategie der Gemeinde Malsch und des Klimaschutzkonzeptes. Diese Ziele stehen unter dem Handlungsdruck zur Ressourcenschonung. Beispielsweise ist der Abriss eines sanierungsbedürftigen Hauses und die anschließende Erstellung mehrerer schnell errichteter Betonfertigteile-Häuser weder umweltfreundlich und ressourcenschonend, noch ortsbildbewahrend oder verschönernd. Und oft auch nicht gesund, allein schon wegen der reduzierten Belüftung und Belichtung, von der massiven Anzahl an Fahrzeugen gar nicht zu reden. Hier müssen wir als Gemeinde planend, oft auch durch einen sichernden Kauf von Grundstücken entwickelnd und gestaltend tätig werden. Das geht aber nur in einer aktiven Rolle, mit dem Einsatz von mehr Mitarbeitern und mehr Geld.

Ich setze mich dafür ein, dass wir neben dem Planungsrecht durch Bebauungspläne auch das Instrument des Eigentumsrechts nutzen, um damit unsere Quartiere zeitgemäß so zu entwickeln wie es zu uns nach Malsch passt! Wir müssen dabei alle viel mehr auf die Kosten bezogen auf die Lebensdauer eines Gebäudes achten, als nur auf die zum Zeitpunkt der Erstellung! Bei dieser Folgekosten-Abschätzung stehen wir noch alle am Anfang und müssen aber gleichzeitig unserer Umwelt und dem Klimaschutz zu liebe schnellstens damit arbeiten.

„Gegenseitige Solidarität sichert unsere Lebensqualität!“

Gerade die kommunale Gesundheitsförderung und Sozialplanung ist eine Chance für eine Wohlfühl- und Lebensqualität in Malsch. Aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Demografie erwuchs der Seniorenrat ebenso wie die Anforderungen an eine gesunde Ernährung beim Mittagstisch in unseren Kindertagesstätten und Schulen. Ich wünsche mir einen Bewegungspark für Senioren auf der Bühn, wie in unserer Partnergemeinde Sycow. Das nun schon seit fast drei Jahren – leider corona-bedingt unterbrochene – erfolgreiche Projekt der „Bewegten Apotheke“ könnte an diesem wunderbaren Platz noch mehr Zuspruch finden.

„Ein gesunder Wald ist wichtig für die Gesundheit der Menschen!“

Natürlich dürfen wir unseren Gemeindewald als Ort der Erholung nicht unerwähnt lassen. Leider haben ihm die letzten drei heißen Sommer, der Orkan und der Schädlingsbefall sehr zugesetzt. Ein gesunder Wald ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der Menschen! Und auch unsere Landschaft mit den Streuobstwiesen hat eine wichtige Bedeutung für uns Bürgerinnen und Bürger. Unsere Lebensmittel, und dazu gehört zu aller erst unser Trinkwasser, müssen stets sicher und gesund sein.

"Ohne Wasser ist alles nichts"

Gerade die jederzeitige Trinkwasserversorgung ist in Malsch eine sehr komplexe Herausforderung für meine Mitarbeiter im Eigenbetrieb. An dieser Stelle möchte ich allen Beschäftigten der Gemeinde Malsch danken. Es wird mit viel Einsatz gearbeitet. Dabei geht natürlich nicht immer alles glatt. Als Chef von fast 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiß ich, dass alle ihr Bestes geben. Auch ihre Gesundheit gilt es zu bewahren!