Wirtschaft und Digitalisierung

Ohne Digitalisierung und intelligente Vernetzung wird unser Leben in der Zukunft nicht vorstellbar sein. Durch Corona vermischen sich zusehends Arbeiten und Lernen sowie Spiel und Freizeit im privaten Wohnumfeld. Die Digitalisierung hat aber davon unabhängig schon in den letzten Jahren deutlich Fahrt aufgenommen und sich spätestens mit der Einrichtung einer Stabsstelle Digitalisierung und IT bei der Malscher Gemeindeverwaltung zu einem Schwerpunkt kommunaler Arbeit entwickelt – gerade auch im Schulbereich.

„Digitalisierung entwickelt sich zu einer Hauptaufgabe der Gemeindeverwaltung!“

Hierzu braucht es aber nicht nur Computer, sondern Netzwerke, Programme und gut qualifizierte Mitarbeiter. All dies kostet Geld, Zeit und Anstrengung. Mit und vor allem nach Corona ist dies ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Wir müssen als Gemeinde bei einfachen Dienstleistungen digitaler werden. Dabei muss die Verwaltungsdigitalisierung weiter voranschreiten, damit Sie als Bürgerinnen und Bürger beispielsweise auf unserer neu zu erstellenden Homepage digital Verwaltungsvorgänge tätigen und online bezahlen können. Dennoch müssen unsere Rathäuser auch Orte für persönliche Kontakte bleiben, und das gilt nicht nur für das Standesamt. Der persönliche Kontakt ist wertvoll und nicht zu ersetzen!

„Der persönliche Kontakt ist wertvoll und nicht zu ersetzen!“

Im RegioENERGIE-Verbund entwickeln wir derzeit mit SENIGNIO eine auf Seniorinnen und Senioren zugeschnittene App für unsere Region. Diese App soll pflegebedürftigen Personen und deren Angehörigen bei der Organisation ihres Alltags helfen. Die Informationen und Hilfeleistungen rund um Pflege und Betreuung sollen einfach zugänglich und nutzbar sein. Wir müssen alle mitwirken, um unsere alternde Gesellschaft lokal zu gestalten!

Der Aufbau des 5G-Netzes ist eine gesellschaftliche Herausforderung – aber gleichzeitig sollte endlich eine leistungsstarke Breitband- und Mobilfunkversorgung vorhanden sein. Und dafür braucht es uns als Gemeinde, auch wenn andere diese bauen und betreiben werden.

„Wir gehen mit der Zeit und schaffen ein gesundes Umfeld!“

Neben der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, wo wir in den letzten Jahren viel getan haben und beispielsweise bei den barrierefreien Bushaltestellen auch noch viel tun werden, ist die Barrierefreiheit für die Attraktivität des Einzelhandels und der Gastronomie von entscheidender Bedeutung, um dem Online-Handel etwas entgegen setzen zu können.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Standortfaktor für die Wirtschaft sowie für Eltern Voraussetzung um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Die kommunale Schulträgerschaft hat sich in den letzten zehn Jahren gravierend verändert. Neben der Einführung der Gemeinschaftsschule wird ab 2025 ein Rechtsanspruch auf ein Ganztagesangebot im Grundschulbereich bestehen.

„Wir müssen als Schulträger noch mehr Verantwortung für den Schulalltag übernehmen!“

Wir haben in Malsch dahingehend schon vieles auf den Weg gebracht, aber es wird gemeinsam mit den Schulleitungen noch vieles verändert werden müssen. Digitale Medien ergänzen die Schulbücher und ersetzen sie teilweise. Das letzte Jahr hat uns allen auch verdeutlicht, welche Möglichkeiten im Bereich des digitalen Lernens bestehen. Durch die Lernmittelfreiheit wird uns diese pädagogische Erweiterung des Lernens massiv fordern, da die WLAN-Abdeckung und die Betreuung der Netzwerke und Plattformen zu unseren Aufgaben als Gemeinde gehören.

„Als Kommune müssen wir nachhaltige Infrastruktur entwickeln!“

Wir brauchen gute Ideen, aber auch Geld, um uns weiterzuentwickeln. Das Gestalten des gesellschaftlichen Zusammenhalts hat mit Infrastruktur zu tun, diese zu verändern kostet Geld. Nur durch die Investitionen der Gemeinde kann eine Stabilisierung der Wirtschaft insgesamt und eine gute Zukunft für Malsch gesichert werden.

„Ich werde die Malscher Wirtschaftsgespräche fortsetzen!“

Noch im Herbst werde ich wieder die bisher so beliebten Malscher Wirtschaftsgespräche fortführen, bei denen es vor allem darum geht, dass Unternehmen sich mit der Kommunalpolitik und untereinander gewinnbringend austauschen und vernetzen können. In der nun gegebenen Situation ist dies für alle Seiten
äußerst wichtig. Viele Mittelständler spüren die wirtschaftlichen Auswirkungen der Lockdowns, vielen Selbstständigen brechen die Umsätze weg.

„Wir müssen den Einzelhandel in Malsch stärken!“

Zum einen ist es wichtig, dass wir als Gemeinde unsere Investitionen nicht zurückfahren und damit zu einer Stabilisierung der Wirtschaft beitragen. Zum anderen muss sich jeder vergegenwärtigen, dass wir mit unseren wirtschaftsfreundlichen Kurs viele Unternehmen in Malsch ansiedeln konnten. Es gab sowohl eine Verdoppelung der Arbeitsplätze und als auch der Gewerbesteuer.

Nur mit einer solchen enormen Stärkung der Gemeindefinanzen war es uns überhaupt möglich so viele Projekte durch Sanierungen, Anschaffungen und Neubauten umsetzen zu können. Wenn es der Wirtschaft, dem Handwerk, dem Gewerbe, dem Einzelhandel und der Gastronomie vor Ort gut geht, geht es auch uns Bürgerinnen und Bürgern gut! Ich habe deshalb auch eine kommunale Förderung des Einzelhandels in den Haushalt 2021 mitaufgenommen, damit wir als Gemeinde Aktivitäten und neue Ideen unterstützen können.