Zusammenleben und Zusammenhalten

Corona ist eine gewaltige Herausforderung für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Unser Leben wird nach der Pandemie anders aussehen als zuvor – gerade auch in den Ortsmitten mit dem Einzelhandel und der Gastronomie. Deshalb müssen wir zusammenhalten und gemeinsam überlegen, wie wir das öffentliche Leben wieder attraktiv gestalten können.

„Wenn wir dranbleiben, schaffen wir es, die Ortsmitten zu beleben!“

Wir brauchen für diese Wiederbelebung natürlich auch eine besondere Förderung des Landes – und wir brauchen Instrumente und Ressourcen, um zu erwartende Leerstände aktiv zu bekämpfen, aufzufangen oder neu zu beleben. Dies gilt für die Hauptstraße in Malsch ebenso wie für alle Ortsmitten in den Ortsteilen. Die größte Herausforderung dabei ist, die Nahversorgung wieder herzustellen und zu sichern.

Gerade in Waldprechtsweier versuche ich schon seit Jahren mit dem Instrument der Förderung durch das Programm „Entwicklung ländlicher Raum“ wie in Sulzbach, aber auch durch die Bürgerbeteiligung „Gut beraten“ oder mit dem modellhaften Ortsmitten-Programm eine Stärkung rund um die Michaelskapelle und das Rathaus in Gang zu setzen. Ich bin davon überzeugt: Wenn wir dranbleiben, schaffen wir das auch!

„Wir brauchen gute Ideen, aber auch Geld um uns weiterzuentwickeln!“

Die Vielfalt kommunaler Themen lässt sich nicht auf wenige Kapitel reduzieren. Die wesentliche Chance liegt darin, die unterschiedlichen Ebenen zu verknüpfen und so den entscheidenden Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten – gemeinsam.

Das Gestalten des gesellschaftlichen Zusammenhalts hat mit Infrastruktur zu tun, diese zu verändern kostet Geld. Nur durch die Investitionen der Gemeinde erfolgt eine Stabilisierung der Wirtschaft insgesamt und eine gute Zukunft für uns in Malsch. Die öffentlichen Finanzen von Bund, Ländern und Kommunen kommen in Schwierigkeiten. Und dies gleichzeitig bei dem Anspruch vieler an die Politik alle Probleme des Lebens zu lösen. Wir müssen deshalb insbesondere auch über die Rolle der Gemeinde in der Zeit nach der Corona-Krise reden und gemeinsam überlegen, welche Aufgaben die Gemeinde für das Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt erfüllen soll – und kann.

„Ich stehe für den Erhalt des Lehrschwimmbeckens!“

Ein wichtiges Thema des Gemeinwohls ist unser Lehrschwimmbecken. Dies wurde errichtet damit jedes Kind schwimmen lernen kann – und dies ist heute nicht mehr selbstverständlich. Damit es aber für unsere Kinder in Malsch auch zukünftig möglich bleibt, bin ich dafür, dass wir das Lehrschwimmbecken durch ein gleichwertiges Becken für den Schulsport und unsere DLRG ersetzen. Ich hoffe, dass zukünftig in einem Schulbauförderungsprogramm die Sanierung von Lehrschwimmbecken enthalten sein wird. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Frau Neumann-Martin und dem Städtetag habe ich in dieser Richtung eine Veränderung in Gang gesetzt.

„Unsere Vereine brauchen die Unterstützung der Gemeinde!“

Alle unsere Vereine brauchen die Unterstützung der Gemeinde, da sie im Gegenzug so viel an die Gemeinschaft, an uns alle, zurückgeben. Egal ob es sich dabei um Schwimmfähigkeit, körperliche Fitness, musische Fähigkeiten oder soziale Kompetenzen handelt. Ich bin daher froh, dass mein Vorschlag einer Corona-Hilfe an alle förderfähigen Malscher Vereine, auf die Mitgliederzahl bezogen pauschaliert und damit gerecht und gleichmäßig verteilt, im Gemeinderat eine Mehrheit fand und zur Auszahlung gelangte.

In diesem Jahr können hoffentlich noch der Liederkranz Malsch ihr 150-jähriges Jubiläum, die Schützengesellschaft Malsch ihr 100-jähriges Jubiläum, der SV Völkersbach und der SV Waldprechtsweier ihre 75-jährigen Jubiläen feiern. Im nächsten Jahr freuen wir uns alle mit dem Turnverein Malsch sein 125-jähriges Jubiläum und mit dem Musikverein Waldprechtsweier sein 100-jähriges Jubiläum begehen zu können. Diese Jubiläen spiegeln beispielhaft für alle Vereine die große Beliebtheit und den großen Stellenwert des Vereinslebens in Malsch wider.

„Das Vereinsleben hat in Malsch zu Recht einen großen Stellenwert!“

Aber nicht nur im Vereinsleben zeigt sich der beispielhafte Zusammenhalt unserer Bürgerinnen und Bürger in Malsch. Auch wie wir bislang alle zusammen die Pandemie gemeistert haben, hat mich als Bürgermeister sehr beeindruckt. Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle einfach allen ein herzliches Dankeschön sagen, die im Hauptamt oder Ehrenamt wichtige Beiträge zu einem guten Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise leisten und durch einen verantwortungsvollen Umgang im Alltag dazu beitragen, dass wir die Ansteckungsgefahr begrenzen.